Als ich am 23. Dezember den vom Vortag übriggebliebenen Teig zum Plätzchenbacken in die Backröhre schieben wollte, hatte unser Backofen keine Lust mehr - nach dem Einschalten hat er sich einige Sekunden später einfach wieder abgeschaltet. Da fängt das Ding doch tatsächlich nach nur rund 26 Jahren an rumzuzicken... und das kurz bevor das Weihnachtsgericht auf den Teller gezaubert werden soll. Begleiterscheinung: Die Uhr zeigte wirres Zeug an. Nach Druck auf die "Hand"-Taste ließ er sich erst mal wieder einschalten. Dann "Sprung nach oben".
Im Schaltplan war zu sehen, daß die Stromversorgung des Backofens (wir haben das autarke Modell H253) über die Uhr läuft und von dort über zwei Relais (eines für L, eines für N) zum Backofen geschaltet wird.
Erste Idee um das Weihnachtsessen und den rohen Plätzchenteig zu retten: Uhr raus, die Relais-Kontakte brücken und dann einen neue Uhr besorgen. Verbaut wurde damals (den Ofen haben wir ca. 1996 gekauft) ein Modul der Fa. EATON mit der Numer EL198/288.841. Das findet sich noch als Ersatzteil, mit zum Teil recht gesalzenen Preisen. Aber es mußte ja schnell gehen, also war keine Zeit was zu bestellen. 😁
Also erst mal die Uhr raus.

Dabei stellte sich heraus, daß diese nur aus einer handvoll Bauteilen besteht, unter anderem einem Kondensator.

Um es vorwegzunehmen: dieser war tot und deshalb funktionierte die Uhr nicht mehr. Also den Kondensator getauscht und das Plätzchenbacken konnte weitergehen.
Da diese Uhr in dieser oder ähnlicher Form in etlichen ähnlichen Backöfe verbaut sein dürfte, habe das ganze mal schriftlich festgehalten und als PDF aufbereitet:
Alle beschriebenen Arbeiten dürfen nur von einer entsprechend qualifizierten Person vorgenommen werden! Bei Arbeiten an Netzspannung beziehungsweise Drehstrom herrscht Lebensgefahr! Wenn man keine Ahnung hat: Finger weg.
